Ich denke die Basis unserer Gesellschaft ist in der Sozialisation zu finden.
Kinder sind quasi unprogrammierte Stammzellen und können und müssen sich flexiel der Umwelt anpassen. Sie richten sich in ihrer Weltsicht nach den Eltern oder anderen Vorbildern. Somit werden Philosophien schon seit Generationen weiter vererbt. Man wird als Mensch größtenteils so wie man geformt wird. Oder man stellt diese Werte in Frage und rebelliert dagegen, was ein wichtiger Aspekt der Pubertät ist. Dieser wird aber oft genug unterdrückt oder nicht ernst genommen. Für eine gesunde Gesellschaft wäre dies aber äusserst wichtig , da somit in jeder Generation die Möglichkeit der Reflexion und Verbesserung vorhanden ist. Deswegen liegt in der Erziehung und Bildung ein Kernpunkt zur Verbesserung der Welt. Meines Erachtens leben wir immer noch in einer Tyrannei der Alten, die größtenteils auf Arroganz und Machterhalt basiert.
Grob gesagt gibt es ja zwei große Lager der Menschen: die Linken und die Rechten.
Schön visualisiert:
Nun gut, das sind verschiede Weltansichten.
Eigentlich wollte ich hier ein Plädoyer für eine Gesellschaft des Respektes gegenüber der Welt verfassen. Wenn ich mir jetz diese Grafik nochmal anschaue denke ich nur fast, dass man damit auf der rechten Seite nicht viel erreichen kann...
Jedenfalls könnte meiner Ansicht nach die Hauptmaxime einer Gesellschaft der Respekt sein. D.h. man akzeptiert grundsätzlich jede andere Meinung (solange auch sie dies tut) und jedes andere Sein, ohne sich darüber zu stellen, es beherschen und unterdrücken zu wollen. Das soll sich nicht nur auf Menschen, sondern ganz allgemein auf jedes Lebewesen und sogar die gesamte Welt beziehen. Einher damit geht eben eine gewisse Demut und Bescheidenheit. Wir sollten uns nicht als Krone der Schöpfung und Abbilder Gottes sehen, sondern als Teil der Welt.
Sowieso hat der Gedanke des Monotheismus, also des einen Perfekten, alles Beherschenden unsere (westliche) Zivilisation entscheidend bis heute geprägt. Ich denke die Zeit diese Weltauffassung geht dem Ende entgegen.
to be continued...
Ich betrachte deine letzte Behauptung mit Skepsis. Es ist leider eine Haupttriebfeder im Handeln des Menschen zu beherrschen. Die Beherrschten können sowohl unsere Mitmenschen als auch die Umwelt sein. Dagegen haben wir kein Gen zur Vervollkommnung des harmonischen Gleichgewichts unserer Umwelt.
AntwortenLöschenDie Grafik mit left und right ist für mich übrigens weder zeitgemäss, noch trägt sie wirklich zum Verständnis von irgendwas bei, jedenfalls bei mir nicht. Einer pluralistischen Gesellschaft mit ihren mannigfaltigen Ansichten und Interessen wird sie trotz ihrer Komplexität nicht gerecht.
Die Idee der globalen Probleme mit einer komplett neuen kybernetischen Gesellschaftsform lösen zu können, halte ich für Traumtänzerei. Um echte Veränderungen in der Welt herbeizuführen braucht es weiterhin Herrscher und Diener.
Würde mich interresieren, warum wir deiner Meinung nach weiterhin eine Master-Slave Gesellschaft brauchen. Kannst du da argumentieren?
AntwortenLöschenIch denke die Haupttriebfedern des Menschen sind Fressen und Ficken, das ist quasi unsere Hardware. Ich denke alles andere lässt sich davon ableiten. Wobei diese Urtriebe auch schon immer kulturell gesteuert werden, was genau mein Ansatzpunkt ist.
Das Left-Right Schema ist freilich sehr vereinfacht, aber als grobe Tendenzen durchaus sichtbar. Und wenn man sich mehr oder weniger dualistische Gesellschaftsformen anschaut (wie USA etwa) kommt das doch schon ziemlich klar zm Vorschein.
Man muss das nicht gleich so hinstellen, als würde man sich für eine Sklavenhaltergesellschaft aussprechen, nur weil man glaubt, dass es ohne hierarchische Strukturen nicht geht. Es widerspricht im Übrigen auch nicht unbedingt deinem Gesellschaft des Respektes. Die Frage ist, wie sich die Elite verhält.
AntwortenLöschenKlar, wäre sehr schön so eine Gesellschaft, die frei ist von Zwängern und Alphatiergehabe. Leider ist das ziemlich praxisfern, wie der normale Mensch meist schon im Jugendalter lernt.
Es gibt Arbeiten, die würde keiner ohne Druck ausführen. Triebfeder sind heute weniger direkte physische Zwänge sondern wirtschaftliche Zwänge. Wenn du jetzt sagst, du führst zwangloses Leben, dann übersiehst du, dass du das nur auf Kosten derer tun kannst, die deine Uni sponsern, deine Klamotten nähen und die Tiere schlachten, die du ißt.
Unser Reichtum und unsere Freiheit ist auf der Armut und Unfreiheit Anderer aufgebaut. Bevor du mich jetzt weiter nach handfesten Argumenten fragst, erinnere dich einfach mal an den Film Working Man's Death.